About Bezirzt

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Sinnliche Lippen formen Worte, die nicht zu deinem Verstand vordringen. Nicht was sie sagt zählt. Sie spricht! Zu dir und du hörst, ohne zu verstehen. Du schaust in ihre dunklen Augen, fühlst, wie sie deine Hand nimmt, lässt es zu, dass sie dich mitzieht. Und bist verloren, so glücklich verloren.
Bezirzt.

Du sitzt im Zug, in einem Land, das so völlig anders ist. Siehst Landschaft, die mal karg, mal saftig grün ist. Du sitzt gedrängt zwischen Menschen, sie singen und reden. So laut und zu nah und du fühlst das Anderssein wie ein Schmerz. Und plötzlich ein Blick, ein Lächeln. Ein Lächeln, dir gewidmet, das dich mit einschließt in all das Fremde, das durch alle Schichten der Distanz deinen Nerv trifft. – Du sitzt in deinem Lieblingscafé, die Sonne bricht durch die Wolken, streifen Blätter und treffen auf deine Haut. Die Strahlen dringen bis tief in die Knochen, wärmen den Körper, der noch immer kühl vom langen Winter ist. Alles Grübeln, alle Sorgen schmelzen mit der Sonne. Was kein Nachdenken, kein gutes Zureden, kein Rat vermag, schafft ein einzelner warmer Sonnenstrahl: Zuversicht. Alles wird gut, du bist nicht allein. – Der Blick, forschend und abwartend. Du hast ihn schon hundert Mal gesehen und trotzdem verliert er seine Wirkung nicht. Jede Regung im Gesicht, jede Schattierung auf dem Kleid ist dir vertraut. Die Sonne, seit Dekaden in einer Stellung verbannt. Der Pinselstrich, der die Farbe so pastos auf die Leinwand brachte, dass Wölbungen entstehen, die du seit dem ersten Betrachten so gerne berühren möchtest. Ein Bild, das du kennen gelernt hast, wie einen Freund. Das gleich bleibt, wenn du dich änderst.

Bezirzt – das sind Geschichten von Momenten, die dir das Gefühl geben nicht anders zu können. Die dafür sorgen, dass alles genau so und genau jetzt richtig ist. Mit allen Fehlern und in aller vermeintlicher Nichtigkeit.

Ich schreibe hier über meine Reisen und viel zu oft über das große Fernweh. Dazu gibt es Kunst und Kultur und Tipps für Berlin und zwischendurch Geschichten aus der Provinz.
Ich wandele zwischen Kleinstdorf und Größtstadt, bin Tochter, Schwester, Freundin. Aus der schönen Pfalz und dem noch schöneren Kalkofen bin ich erst nach München und dann nach Berlin gezogen. Studiert habe ich Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur und Europäische Ethnologie.

Die Lust aufs Bloggen und die Idee für den Namen kamen mir während meiner Magisterarbeit zu „Kirke. Zur Bildüberlieferung im Symbolismus“. Die Femme fatale der griechischen Mythologie hat mich bezirzt. So einfach ist das.

Ich schreibe übrigens gerne auch für euch. Bei SEO-Texten, redaktionellen Inhalten und Pressetexten kann ich euch helfen.

Schickt mir eure Ideen und Angebote an juliaschattauer(ät)web.de

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